Die jüdische Gemeinde von Theresienstadt sorgte dafür, dass alle deportierten Kinder ihre Ausbildung fortsetzen konnten. Täglich fanden Unterricht und Sportaktivitäten statt; die Gemeinde gab außerdem die Illustrierte Zeitschrift „Vedem“ heraus, die Gedichte, Dialoge und Literatur-Rezensionen enthielt und ausschließlich von Kindern zwischen zwölf und fünfzehn Jahren gestaltet wurde. Die Kunstlehrerin Friedl Dicker-Brandeis gründete im Ghetto einen Zeichenkurs für Kinder. So entstanden über viertausend Zeichnungen, die Dicker-Brandeis vor ihrer Deportation nach Auschwitz in zwei Koffern versteckte. Diese Sammlung entging den Kontrollen der Nazis und wurde mehr als zehn Jahre nach Kriegsende wiederentdeckt.
--> Die Ausstellung versammelt eine Auswahl der bedeutendsten Zeichnungen und Gedichte von Kindern aus Theresienstadt.
Viele dieser Zeichnungen können heute im Jüdischen Museum in Prag bewundert werden, wo das Holocaust-Archiv die Theresienstadt-Sammlung verwaltet.
Informationen e Führungen: 3386247717; anpi.altoadige@gmail.com.