Anlässlich des Tages der Republik organisieren die Schulen „Tambosi“, „Rodari“ und „Fermi“ eine für die Öffentlichkeit zugängliche Ausstellung, die am 29. Mai eröffnet wird und bis Donnerstag, den 4. Juni, zu besichtigen ist.
Protagonisten der Initiative sind die Schüler und Schülerinnen des Schulspengels Bozen 4, die an einem vielschichtigen pädagogischen Projekt beteiligt waren, das Lernen, Forschung und Kreativität zu einer aktiven und bewussten Lernerfahrung verband.
Das Projekt entstand im Rahmen eines didaktischen Bildungswegs, an dem Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 13 Jahren beteiligt waren und der sich mit der Entstehung der Italienischen Republik, dem Referendum von 1946, dem ersten Frauenwahlrecht sowie den grundlegenden Prinzipien der Verfassung befasst.
Die Initiative, die von der Leiterin Cristina Crepaldi und der Stadtteilvorsitzenden Daniela Andreani nachdrücklich vorangetrieben wurde, entstand mit dem Ziel, eines der bedeutendsten Daten der italienischen Geschichte zu würdigen und der jüngeren Generation anlässlich des 80. Jahrestags dieses Ereignisses die Möglichkeit zu bieten, sich mit grundlegenden Themen auseinanderzusetzen, wie dem Unterschied zwischen Monarchie und Republik, die Bedeutung des Verfassungsreferendums von 1946, das erste Wahlrecht für Frauen und die Grundprinzipien des demokratischen Staates auseinanderzusetzen. Die Ausstellung präsentiert die Überlegungen der Schülerinnen und Schüler zu diesen Themen, die anhand von Plakaten, grafischen Darstellungen, Objekten, Podcasts und Audioinhalten erzählt und veranschaulicht werden; darüber hinaus werden einige Artikel der Verfassung im Zusammenhang sowohl mit aktuellen Ereignissen als auch mit der Welt der Schule analysiert und die Etappen der Entstehung des italienischen Staates geschildert.
Der Ausstellungsparcours nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte und weckt ihr Interesse und Bewusstsein für demokratische und gleichberechtigte Teilhabe. Zur Verfügung steht eine Zeitkapsel, die es anhand einer Auswahl an historischen Fotografien, Zeitungen, Postkarten, Münzen und Dokumenten – allesamt in den richtigen Kontext gesetzt – ermöglicht, den historischen Moment des Übergangs vom monarchistischen Italien zur Italienischen Republik nachzuvollziehen. Viel Raum wird auch den Symbolen des Staates eingeräumt, von der Hymne von Mameli/Novaro über die mittlerweile zweihundertjährige, aber immer noch prächtige Trikolore bis hin zum Emblem der Republik, dessen Entstehung nachvollziehbar wird. Die anspruchsvolle Arbeit ermöglichte den Schülerinnen und Schülern im Alter von sechs bis 13 Jahren die Entwicklung grundlegender überfachlicher Kompetenzen im Zusammenhang mit aktiver Bürgerschaft, kritischem Denken und der Vermittlung hoher und tiefgreifender Werte.
Die Initiative wird dank der Zusammenarbeit mit dem Stadtviertelrat realisiert, der die Räumlichkeiten des Stadtteils zur Verfügung gestellt hat und so die Verbindung zwischen Schule und lokaler Gemeinschaft stärkt; die Ausstellung wird durch den Standort aufgewertet, der ein Ort des Dialogs zwischen BürgerInnen und Gemeinde ist. In den Bibliotheken der drei beteiligten Schulen stehen zudem Texte und Materialien zur Verfügung, um die Geschichte der Republik und der Verfassung zu vertiefen.
Dieses Projekt ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die Schule zur Bildung verantwortungsbewusster und informierter Bürger beitragen kann, die in der Lage sind, die Vergangenheit zu verstehen, um die Gegenwart bewusster zu leben, und stellt ein Modell für einen lebendigen und fruchtbaren Dialog zwischen Institutionen dar, die sich mit wichtigen Themen auseinandersetzen und miteinander in Kontakt treten, um Informationen und die Qualität der Dienstleistungen auszutauschen.
Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und an diesem Moment der Begegnung zwischen Schule und Gemeinschaft teilzuhaben, ganz im Zeichen der Werte der Republik.