Kurzfassung der Beiträge des Kurators und freien Forschers Francesco Gigliotti
“Der Phonograph in Südtirol”
Wie im Rest Europas herrscht auch in Bozen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Aufbruchstimmung: es mangelt nicht an Ideen zur Verbesserung der Kommunikation
und an Versuchen, diese technologisch umzusetzen. In einem unübersichtlichen Markt,
geprägt von einer Vielzahl an Geräten – Phonographen und Grammophonen - und Tonträgern – vom Wachszylinder bis zur Schellackplatte - wagt sich 1906 ein Geschäftsmann an dieses neue Feld heran und verkauft die ersten Phonographen; es ist
Josef Mohr.
Vorstellung des Projekts ”Voci imperiali“- Die allerersten Tonaufzeichnungen Südtriols
1903 wird hierzulande erstmals ein Phonograph eingesetzt, um die hiesige Sprache aufzuzeichnen. Unter den Verfertigern dieser Aufzeichnungen sticht der Name des Dialektforschers Professor Josef Schatz hervor, der auch Mitbegründer des Phonogrammarchivs Wien ist.
Das Projekt “Voci Imperiali - Die allerersten Tonaufzeichnungen Südtirols“ möchte zum Erhalt und der Verbreitung dieser einzigartigen historischen Tondokumente beitragen, die uns wie ein hundertjähriges Echo Fragmente der damaligen Stimmen zutragen.