Dez 12

Bolzano | Bozen 2017


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Schriftsteller und Künstler im Ersten Weltkrieg.

Stadtmuseum ,Sparkassenstraße 14 Stadt Bozen stadtmuseum@gemeinde.bozen.it

Schriftsteller und Künstler im Ersten Weltkrieg.

Wo Stadtmuseum ,Sparkassenstraße 14

vom 12.12.2017 bis zum 04.02.2018

Uhrzeit Dienstag-Sonntag: 10.00-18.00 Uhr - Montags bleibt das Museum geschlossen (außer Feiertage)

Eintrittspreise Eintritt frei

Plakat der Veranstaltung
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So erreichen Sie den Veranstaltungsort

Albin Egger-Lienz, Karl Ludwig Prinz, Hans Josef Weber-Tyrol, Francesco Ferdinando Rizzi, Albert Stolz, Luigi Kasimir, Robert Musil

Ein charakteristisches Phänomen des Ersten Weltkriegs war die Kriegspropaganda. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der Soldaten-Zeitung und ihres Redakteurs Robert Musil, sowie das Schaffen eines Mitarbeiters, Francesco Ferdinando Rizzi, eines begnadeten Zeichners aus dem Fassa-Tal. Weitere bedeutende Momente der Propaganda werden ebenfalls angesprochen, wie die beiden Ausstellungen über die Kriegsmaler in den ersten Monaten 2017 (Kriegsbilderaustellung k.u.k. Armeeoberkommando Kriegs-Pressequartier, und jene der Kaiserjäger).

Die "Soldaten-Zeitung"

Eine herausragende Schöpfung der Kriegspropaganda gab es im österreichisch-ungarischen Tirol. In Bozen befand sich die Redaktion der Tiroler Soldaten-Zeitung (später Soldaten-Zeitung), eine der originellsten Kriegszeitschriften überhaupt, die zwischen Juni 1915 und Aprl 1917 gedruckt wurde. Zunächst Mitarbeiter und später (ab Oktober 1916) Leiter der Soldaten-Zeitung war der bedeutende österreichische Schriftsteller Robert Musil, damals bereits in ganz Europa bekannt für senen Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß".

Die Kriegsmaler

Im österreichisch-ungarischen Heer waren die zu den Waffen eingezogenen Künstler in einer Truppe mit einzigartigen Merkmalen, jener der "Kriegsmaler", zusammengefasst und dem Kriegspressequartier (KPQ) unterstellt. "In der Geschichte der Kunst Mitteleuropas im frühen 20. Jahrhundert gibt es einen historischen Ort, wo der Krieg Kunst bestimmt und produziert hat; umso mehr, als sich die durch die Umstände des Krieges beeinträchtigte Kunst zu einer eigenen Kunst entwickeln konnte". So erfasst Lieselotte Popelka das außergewöhnliche Wesen der Kriegsmaler-Truppe, die in keinem anderen Heer Vergleichbares kennt. Die umfangreiche künstlerische Produktion der Kriegsmaler wurde in über 40 großen Ausstellungen gezeigt, von denen einige selbst in nicht-kriegführenden Staaten abgehalten wurden. Eine dieser Ausstellungen fand auch in Bozen statt.

Neben ausgestellten Kunstwerken zeigen uns Reproduktionen von zeitgenössischen Fotografien einige Kriegsmaler bei der Arbeit.

Francesco Ferdinando Rizzi

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte Francesco Ferdinando Rizzi seit langem die Altersgrenze für die Einberufung überschritten. Nichtsdestotrotz war der Künstler aus Fassa ein außerordentlicher Kriegs-Zeichner und viele Arbeiten fanden Eingang in die Tiroler Soldaten-Zeitung. Seine Produktion zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich glückliche Hand aus. Von 1915 bis 1917 widmet sich Rizzi durchwegs der Darstellung von Soldaten an der Tiroler Front, im Fassatal, in der Umgebung von Riva und dem oberen Gardaseegebiet und im Bereich des 159. Landsturm-Batallions, der lokalen Miliztruppe, und er konzentriert sich auf eine detailtreue, fast fotografische Wiedergabe.

Die Zeichnungen Rizzis lassen sich in die lange Reihe von Werken anderer Künstler einreihen, die der Realismus-Tradition und insbesondere dem Naturalismus des 19. Jahrhunderts angehören. Aber seine Arbeiten haben eine fast kristalline Struktur und zeichnen sich durch Darstellungsintensität und durch großes Können aus.

Rizzi stellte auch in der Kriegsmaler-Ausstellung in Bozen aus.

Die Kriegspropaganda

Ausgestellt wird Kriegspropaganda-Material, vom Kriegsalmanach bis zu Plakaten, die die Kriegsanleihen veröffentlichen. Die Werke der Künstler wurden auch auf Postkarten reproduziert (in der Ausstellung werden einige von Albin Egger-Lienz und Egon Schiele gezeigt).

Die Ausstellung 1917 in Bozen und der Besuch von Kaiser Karl

1917 wird in Bozen in vier großen Sälen der Elisabethschule die vom Kriegspressequartier organisierte große Schau Kriegsbilderaustellung k.u.k. Armeeoberkommando gezeigt. Wenig später folgte die von den Kaiserjägern organisierte Kriegsmaler-Ausstellung. Zur Eröffnung dieser zweiten Ausstellung kamen Kaiser Karl und Kaiserin Zita am 22. April 1917 zu Besuch nach Bozen.

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