Das Stück erzählt zwischen Poesie, Musik und Theater die wahre Geschichte von Michoels und Zuskin, zwei Künstlern des Jüdischen Theaters in Moskau, die von Stalin hingerichtet wurden, weil sie von einer freien Kunst in jiddischer Sprache träumten.
Regie: César Brie
Dramaturgie: César Brie und Leonardo Ceccanti, in Zusammenarbeit mit der gesamten Theatergruppe
Die Inszenierung zeichnet den Lebensweg von Solomon Michoels und Venjamin Zuskin nach, zwei Schauspielern, die 1948 vom stalinistischen Regime wegen ihrer Kunst hingerichtet wurden. Sie arbeiteten am Goset, dem Jüdischen Theater in Moskau, und spielten die Hauptrollen in der ersten und einzigen jiddischen „König Lear“-Aufführung, die nie wieder auf die Bühne kam. Sie waren verurteilt worden, weil sie zu hoch hinausflogen – schuldig daran, ein Kunsttheater voller Lieder, Tänze und Gedichte in jiddischer Sprache in der stalinistischen Sowjetunion erträumt zu haben.
Durch Chagalls Gemälde, die Briefe von Gordon Craig und die Figuren aus William Shakespeares „König Lear“ erzählt César Brie eine wahre Geschichte, setzt sie jedoch in eine kollektive Schöpfung um, an der acht junge Schauspielerinnen und Schauspieler der italienischen Theaterszene beteiligt sind. Entstanden ist ein chorisches Stück voller Geschichte und Poesie, Musik, Gesang und Tanz.