Das Projekt „Artisti A Statuto Speciale“ (Künstler mit Sonderstatut) wurde vor zwei Jahren von Antonello Serra und Paolo Sirena ins Leben gerufen.
Der Schwerpunkt dieses Engagements liegt im Dialog zwischen Kunst und Kultur autonomer Verwaltungsgebiete, die ihren Sonderstatus nach dem 2. Weltkrieg, im Rahmen der Italienischen Verfassung, erlangt haben. Der kulturelle und künstlerische Austausch soll als Hoffnungsträger fungieren und das Zusammenleben verschiedener Länder fördern.
Ursprünglich beteiligten sich am Vorhaben auch die Autonome Region Sardinien und die Autonome Provinz Trient.
Im Jahr 2015 wurden Künstler aus den beiden Landesteilen zu einer Gemeinschaftsausstellung nach „Torre Mirana“ in Trient und anschließend nach Sa Corona Arubbia (CA) auf Sardinien eingeladen.
Der anerkennende Zuspruch führte im Jahr 2017 zu einer Zusammenarbeit mit FIDA Trento (Federazione Italiana degli Artisti) und zur Absicht, das Projekt mit weiteren Regionen bzw. Provinzen mit Sonderstatut, unter anderem die Region Friaul-Julisch Venetien und die Provinz Bozen/Südtirol, zu ergänzen.
Grund für diese Erweiterung war, dass diese Gebiete aufgrund ihrer geografischen Lage immer wieder starken kulturellen Einwirkungen von Nachbarregionen unterlegen sind. Die daraus resultierenden Veränderungen führten zu besonderen Ausprägungen der Bevölkerung und zu speziellen Lebensformen. Sprachliche Vielfalt, gastronomische Varietäten und wirtschaftlicher Fortschritt prägen den kulturellen Reichtum dieser Grenzgebiete.
Genau darauf liegt das Hauptaugenmerk dieser Initiative – eine Neubewertung dieser Entwicklungen anhand künstlerischer Ausdrucksformen, um die Gestaltung der kulturellen, aber auch der politischen Zukunft nachhaltig zu ermöglichen.
Die Auseinandersetzung mit verschiedenartigen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, auch in ländlichen Gebieten, spielt in der heutigen Zeit eine wesentliche Rolle und dient als Impuls für Gemeinschaft und Wachstum.
Ein Anliegen der Ausstellungsmacher ist es nun, die dritte Biennale in zwei Jahren (2019) um die übrigen Regionen mit Sonderstatut, sprich den Regionen Sizilien und dem Aostatal, zu erweitern.
Beginnend mit der Ausstellung in „Torre Mirana“ in Trient setzt sich die Veranstaltungsreihe in der Bozner Stadtgalerie – Dominikanerplatz vom 1. bis 16. April 2017 (Vernissage: 1. April 2017 um 17.00 Uhr) fort.
Die verschiedenen Ausstellungen werden zudem durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm ergänzt. Während der Bozner Ausstellungstage finden folgende Veranstaltungen statt:
5. April - 18.00 Uhr: „A due passi da noi“ – Ein Bauernleben in Weißenbach im Sarntal. Ein Film von Carlo Grenzi, 1970
7. April - 18.00 Uhr: Eine Videoprojektion von Mike Fedrizzi „Out of control“ mit Musik von M. Dalle Luche und A. Polato, 2012 und ein Filmprojekt von Lucia Nardelli „Xilografia e non solo“ (Holzschnitte und nicht nur) unter unter der Regie von Lucio Rosa, 2016
11. April - 18.00 Uhr: Buchvorstellung von Andrea Pozza „Bolzano sotto le bombe nella seconda guerra mondiale“, Verlag Pietro Macchione, 2015
Künstler/innen:
Renato Sclaunich – Mike Fedrizzi – Marzio Ghiotto – Lucia Nardelli – Alma Olivotto – Stephan Fish – Andrea Pozza – Alexander Dellantonio
Kurator für Bozen:
Renato Sclaunich
E-Mail: re.snich@libero.it
Tel.: 3288504958